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Da geht noch was!

Die eigenen mentalen Ressourcen ausschöpfen

"Ihr Bestes geben" wollen viele Menschen tagtäglich, nicht nur wenn sie im Sport oder in einer Fernsehshow antreten, um die Konkurrenz auf die Plätze zu verweisen. Wie schafft man es, seine individuell optimale Leistungsfähigkeit zu entwickeln?

Wer sich erfolgreich mit den Anforderungen des Alltags auseinander setzen kann, bleibt mental gesund und fit. Das Potenzial dafür sind jene Kraftquellen - die Wissenschaft spricht von Ressourcen - die uns befähigen, unser Leben zufriedenstellend zu gestalten, Probleme zu lösen und unterschiedlichste Situationen adäquat zu meistern. Welche Ressourcen eine Person dafür jeweils aktivieren muss, ist individuell so unterschiedlich wie die Voraussetzungen, die Menschen mitbringen. Wichtig ist, dass Anforderungen zu den eigenen Fähigkeiten und den persönlichen Möglichkeiten der Bewältigung passen.Denn nur bei einer zumindest angedeuteten Aussicht auf Erfolg werden unsere inneren Kräfte geweckt und wir können uns dazu motivieren, ein Ziel auch mit genügend Einsatz zu verfolgen. Hier tut man sich bereits einen ersten Gefallen, wenn man sich anstehende Aufgaben so einteilt, dass sie schaffbar sind. Mit jedem erreichten Teilziel wachsen dann auch Zuversicht und Durchhaltevermögen und damit genau die Faktoren, die uns helfen, auch die nächsten Erfolgsbausteine zu schaffen. Auf diesem Weg entsteht eine ganz besondere Kraftquelle, die wir selbst steuern und fördern können: Selbstvertrauen, Motivation und innerer Antrieb. Der dafür zuständige Botenstoff im Gehirn ist Dopamin. Ein gutes Selbstmanagement von Ressourcen und Anforderungen funktioniert, wenn unser Gehirn genug Dopamin als Erfolgsträger zur Verfügung hat.

Ressourcen – Kraftquellen für Lebensqualität

Gesundheitswissenschaftler unterscheiden grob zwei Gruppen von Ressourcen:

Interne Ressourcen liegen in uns als Person und in unserem Körper. Daher sprechen Wissenschaftler auch von personalen und körperlichen Ressourcen, wobei zu den personalen Ressourcen individuelle Fähigkeiten, Erfahrungen und Kompetenzen ebenso zählen wie Interessen und persönliche Eigenschaften. Für die körperlichen Potenziale und damit auch für die mentale Gesundheit ist ein leistungsfähiges Gehirn die zentrale Kraftquelle und die Voraussetzung dafür, Anforderungen bewältigen zu können. Wohlgefühl, Tatkraft und Lebensqualität stehen in engem Zusammenhang mit mentaler Fitness und eben auch mit unserer Fähigkeit, ausreichend Energie im Gehirn bereitzustellen und diese Kräfte zielgerichtet zu nutzen. Die internen Ressourcen effizient einsetzen zu lernen, ist eine besonders wertvolle und zeitlebens verfügbare Kraftquelle – zu mehr Lebensqualität und Wohlbefinden.

Externe Ressourcen liegen außerhalb des Individuums. Gemeint sind Kraftquellen im sozialen Umfeld, auch soziale Ressourcen genannt. Dazu gehören Personen wie Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen, auch Tiere oder sogar Pflanzen. Andere Beispiele für externe Ressourcen sind die Wohnsituation oder das kulturelle und ökonomische Umfeld. Der Plausch unter Nachbarn und das neue Bild an der Wand bekommen einen ganz neuen Stellenwert.

Stark im Kopf – Potenziale nutzen

Es gilt, den Hauptanteil der persönlichen Ressourcen tatsächlich zu nutzen. Bereits wenn wir uns selbst und unsere Fähigkeiten richtig - und nicht wie vielfach praktiziert zu niedrig - einschätzen, können wir dieses Potenzial aktivieren. Eine hirngerechte Ernährung, ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung sind Elemente der biologischen Basis unserer Gehirnleistung, denn körperliche bzw. organische Fitness ist die Grundvoraussetzung für mentale Fitness. Die allgemeine mentale Leistungsfähigkeit hängt wesentlich davon ab, wie belastbar unser Arbeitsspeicher ist und wie gut er arbeitet. Dieser entscheidende Teil des Gehirns lässt sich managen und gezielt aktivieren, z. B. durch ein mental-aktiv-Training. Auch ein Gespräch mit Freunden und selbst die Beschäftigung mit einem Haustier bringen die Grauen Zellen auf Trab. Dies alles kann zu einer Steigerung der mentalen Kompetenz führen, die uns den Alltag besser bewältigen lässt - zu mehr Konzentration, besserem Stressmanagement und einer bewussteren Wahrnehmung.

Fazit: Der Kopf liebt es, gebraucht zu werden

Unsere moderne Gesellschaft ist charakterisiert durch eine Vielfalt an mentalen Anforderungen. Geistige Flexibilität, lebenslanges Lernen und die Notwendigkeit, sich ständig neuen Situationen anzupassen, bestimmen unseren Alltag.

Das Gehirn bleibt am fittesten, wenn es gebraucht wird, denn geistige Aktivität kurbelt die Kommunikation zwischen den Nervenzellen an und bringt sie so auf Trab. Dieser Prozess lässt sich durch gezielte Maßnahmen zur Aktivierung des Gehirns unterstützen und steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Ein adäquat eingestelltes Herausforderungsniveau ist dabei ebenso wichtig wie eine gute Arbeitsbasis der Gehirnfunktion mit hinreichend Schlaf, passender Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und genügend Entspannung.

Vertrauen Sie auf Ihre Ressourcen!


Quelle: Nach Informationen von socialnet GmbH, Ärztezeitung, Schwabe Arzneimittel, Prof. Dr. Emrah Düzel (2008) "Denken gegen den Stress...", Prof. Dr. Norbert Herriger (2008) "Grundlagentext Empowerment"
Autor: Sabine M. Kempa
Stand: Sep 18, 2009


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